Ganz arme Content Diebe
Es gibt verschiedene Wege das Google-Ranking zu verbessern. Den mit Abstand ärmsten, peinlichsten, verdammungswürdigsten und vielleicht sogar teuersten Weg nutzt die laut Impressum in Braz, Österreich ansässige Firma Burajazz (bewusst nicht verlinkt), eine dieser unsäglich überflüssigen Online-Kartenspiel-Seiten.
Wenn ich das richtig deute, lassen die sich per Technorati & Google Blogeinträge zu bestimmten Themen suchen und setzten diese dann in ihre Blogs. Und davon haben sie so einige – jeweils für einen bestimmten Suchbegriff: Z0cken, Gew1nnspiel, Cana5ter, P0ker, Card Game5, Prei5e, … (an dieser Stelle alle bewusst falsch geschrieben, damit dieser Eintrag dort nicht auch noch auftaucht).
Insgesamt wuseln sich auf deren Seite sicher 20 Blogs oder mehr – und allesamt nur mit dem einen Sinn: Content aus Blogs abzugraben um bei den Suchanfrage zu den jeweiligen Begriffen jeweiligen das eigene Ranking zu verbessern. Im Netz sieht das ganze dann so aus:

Ein Klick auf die Überschrift führt auf dann aber nicht etwa auf den vollständigen Artikel sondern auf folgende Seite:

Also erstmal fett in der Überschrift behaupten, mein Posting wäre geschrieben „by z0cken“. Und an der Stelle, an der man üblicherweise den „weiterlesen“ Link findet, ein Link auf diese besch****** Z0ckerseite. Nur ganz klein unten drunter dann der bescheiden kleine Link auf den tatsächlichen Ursprung des Postings.
Wie geht man mit so was um? Eigentlich ist in meinem Impressum ja ganz klar zu lesen, dass ich mir die kommerzielle Nutzung meiner Texte verbitte. Dementsprechend solle ich den Herren in Österreich mal einen Breif schreiben. Einfach mal eine Rechnung rüberreichen, in der ich „Für die Verwendung eines meiner Texte in Ihrem Blog berechne ich Ihnen meinem Tagessatz entsprechend XXX €.“ schreibe. So mit Rechnungsnummer, Steuernummer und allem drum und dran. Ob ich das machen sollte?
am 1. November 2006 um 17:13 Uhr.
ja, ich wär dafür !
am 1. November 2006 um 18:50 Uhr.
Sauerei sowas. Wie hast Du rausgefunden, dass da der Content geklaut wurde? Irgendwie muss man ja darauf aufmerksam werden, dass seine Inhalte irgendwo fremdverarbeitet werden.
am 1. November 2006 um 19:50 Uhr.
Ich hab den Eingangs Link in den Referrer auf Blogscout gefunden und – man ist ja neugierig – mal geschaut wer da auf mich verlinkt. Wenn nicht zufällig jemand an einem der wenigen Tage, an denen ich mal auf die Referrer schaue, den winzigen Link angeklickt hätte, wäre mir das wahrscheinlich nie aufgefallen.
am 2. November 2006 um 11:57 Uhr.
Zum Kotzen!
am 4. November 2006 um 13:44 Uhr.
natürlich schickst du eine rechnung.
am 14. Juni 2007 um 08:50 Uhr.
[...] ich Contentdiebe für ganz leere Hosen halten, habe ich ja bereits verlautbaren lassen. Und auch das ich versuche, meine Texte auf meiner Seite [...]