Ruegen vs. Turin

Was hat Ruegen, was Turin noch nicht hat? Ganz klar – Ein Schwanen-Problem. Und was hat Turin, was Ruegen fehlt? Richtig – alle die Profis, die auf Ruegen gebraucht werden. Dort, wo noch haufenweise Schwäne auf Eis liegen, könnten unsere Sportprofis zeigen, was wirklich in ihnen steckt – einige zumindest. Zack zack wären die Schwäne weg, wenn Frau Friesinger und Kollegen dort mal die Schlittschuhe anschnallen würde – ein paar Runden um die Gegend von Wittow drehen und die Kadaver einsammeln. Man könnte sie gleich auf Hackel Schorschs ausgedienten Schlitten werfen – dann geht s noch etwas schneller. Wer kann noch helfen? Die Biathleten natürlich: Am Stand patrullieren um dann schwache Tiere oder solche, die sich gerade an liegen gebliebenen Artgenossen vergehen, vom Land aus abknallen. Gerne auch liegend.
Die Soldaten, die jetzt schon vor Ort sind, könnte man natürlich nicht einfach so wegschicken – jetzt wo sie sich endlich mal um ihr Land kümmern dürfen. Stattdessen kommt einfach noch dieses unsägliche deutsche Eislaufpaar nach Ruegen und unterhält die Jungs, während sie Autoreifen desinfizieren dürfen. Musikalisch empfiehlt sich dafür natürlich Schwanensee.
Soviel zu den Unterschieden in Turin und Ruegen. Aber Gemeinsamkeiten gibt es zum Glück ja auch: Bei der Winterolympiade standen wir anfangs nicht wirklich gut da – in Hinsicht auf den Medaillenspiegel. Auf Ruegen sah es erst genauso aus – ein paar tote Schwäne halt. Jetzt sieht es anders: In Turin liegen wir mittlerweile vorne – und nicht nur da: Auch auf Ruegen sind wir zahlenmäßig jetzt ganz weit oben. Während es aus dem europäischen Ausland immer nur hier ein totes Vögelchen und dort ein totes Vögelchen gab, können wir mit richtigen Zahlen aufwarten. Nicht kleckern, klotzen.
Tja, wir Deutschen mal wieder: wenn, dann richtig.

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