Berlin riecht streng

So – den ersten Tag geschafft. Und schön war es. Rudelweise bekannte Gesichter gesehen und schöne Gespräche geführt. „Nebenbei“ natürlich auch ordentlich was weggepanelt.

Fangen wir an mit einer Kurzkritik der Veranstaltungen des ersten Tages:

Die Eröffnungsnummer war okay – unglamourös, ehrlich und kurz. Kein BlaBla. Dann aber gleich ein Tiefpunkt – dem Vortrag von Volker Grassmuch konnte ich so gar nicht folgen – und den Raumflüchtlingen nach zu schließen war ich da nicht der einzige. Die Zeit alternativ mit einem Kaffeetest zu verbringen war definitiv der richtige Weg.

Das Jan Schmidt mit seinem Vortrag überzeugen konnte, hab ich ja gestern schon erwähnt. Kurzweilig und klasse vorgetragen.

Leben im Netz war okay – nicht wirklich überraschend, aber auch nicht der erste Vortrag, den ich zu dem Thema gehört habe. Das Thema Trolle im Netz wurde von Thorsten Kleinz nicht wirklich prickelnd aufbereitet. In einer knappen halben Stunde hätte man aus dem Thema mehr machen können, als zu dem Fazit zu kommen „Trolle sind auch nur Menschen – kann man nix machen – lebt damit“. Aber dennoch unterhaltsam.

Die Podiumsdiskussion über die Blog Etikette blieb so ergebnislos, wie erwartet (nicht böse gemeint). Viele verscheiden Standpunkte kamen zur Sprache, kann auch gut sein, das dieses Gespräch wichtig war auf dem Weg zur Blog-Etikette, aber eigentlich gefällt mir das Resümee, dass die ungeschriebenen Regeln, die auch im täglichen (offline)-Leben greifen, ausreichen sollten. Und dass ich der Meinung bin, das sowieso jeder Herr seines Blogs ist, hab ich ja hier schon recht deutlich gemacht.

Der letzte Programmpunkt des ersten Tages, an dem ich teilgenommen habe, war die Diskussion über die Generation MashUp, die dank der Meinungsverschiedenheiten zwischen Tim Pritlove und Joachim Glaubrecht. Leider beschränkte sich die Diskussion sehr auf das Thema Schnittstellen, eigentlich nicht weiter verwunderlich, wenn man sich die Teilnehmer ansieht. Aber das hat dem Unterhaltungswert der ganzen Sache keinen Abbruch getan.

Und zu Berlin: Die Spree stinkt (der Main nicht), die U-Bahn Stationen stinken tun sie in FFM auch – aber nicht so penetrant) und wer behauptet, das die Frankfurter Innenstadt nachts menschenleer ist, der sollte mal nach 10 durch B. Mitte laufen: halb so groß wie der New Yorker Zentralfriedhof, aber doppelt so tot.

Gut, Tag zwei hat begonnen – und heute stehen ein paar Highlights an. Ich bin gespannt.

7 Kommentare zu “Berlin riecht streng”

  1. Torsten

    Irgendwie bin ich wohl mit meiner Botschaft nicht durchgedrungen. Mein Fazit war eigentlich, dass Trolle eben nicht Menschen sind. Die Gegenstrategien haben wir wie angekündigt in einem separaten Workshop besprochen.

  2. Peter

    also so habe ich das verstanden: Trolle sind auch nur Verrückte wie wir: kann man nix gegen machen.
    Falls das anders gemeint war – gerne in den Comments erklären.
    Den Workshop hab ich leider nicht geschafft – war gut?

  3. Max

    auf jeden Fall sind Trolle nicht nur ein Ärgernis, sondern sie haben auch eine wertvolle Funktion (Penetrationstest). Das habe ich aus dem Vortrag mitgenommen.

  4. peter

    Zustimmung

  5. Torsten

    Ja, sie sind Verrückte wie wir – aber man kann sie in Schranken weisen oder lernen mit ihnen umzugehen.

  6. Torsten

    Ach ja: Der Workshop war aus meiner Sicht sehr schön, da hier die Leute ihre Erfahrungen und Strategien aus der alltäglichen Arbeit berichtet haben.

    Ein Ratschlag, den ich mitgenommen habe: man sollte sogar versuchen seine Trolle kennenzulernen und einen Modus vivendi zu finden. Und: ein richtig gepflegter Troll kann viele lästige kleine Dumm-Trolle neutralisieren.

  7. peter

    schöner Schlußsatz

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