Mit dem Internet in Berlin

Mächtig volle Tage. Es gäbe einiges mehr zu tippen als heute auf meine Tastatur passt. Aber man muss ja auch nicht alles bloggen. Daher nur ein paar schnelle Gedanken.

Fangen wir bei dem Glücksmoment an, an dem ich mich der Fesseln der Re:publica entledigte:

Fesseln lösen

Zu den wenigen Dingen, die mich auf der Re:publica störten, zählte vor allem das Bändchen, das wir am Mittwoch früh angelegen sollten und dann bis Freitag am Arm tragen mussten – ich hasse solche Dinger ja. Was es ansonsten an der Re:publica zu mäkeln gab, hab ich alles schon irgendwo gelesen (Essenmöglichkeiten Verbesserungswürdig, Niveau einiger Diskussionen, Steckdosen, ..) und eigentlich will ich kein weiteres Wort darüber verlieren, denn gegenüber den vielen positiven Dingen, die kaum oder gar nicht erwähnt werden (recht gutes WLan, fast genug Strom für alle, faire, gute, nette Essens- und Getränkegrundversorgung, Freibier, Konzerte, undundund) sollte man da nicht drauf rumkauen.

Die Re:publica war klasse. Allen Unkenrufen, die im Vorferld gequarkt gebloggt wurden, waren es drei (für mich sogar 5) großartige Tage. Ob in den Veranstaltungen oder bei Kaffee/Bier/Bionade im Hof – ich habe viele Meinungen zu vielen Themen rund ums Bloggen gehört und einiges dazu gelernt.

Zudem haben ich viele Bekannte wieder gesehen und bin vielen neuen Menschen begegnet, die ich teilweise schon „vom lesen her“ kannte. Ich war nicht im Internet, das Internet war da. Stand im Hof, saß auf dem Podium und auf dem Stuhl neben mir. Und dann haben wir alle miteinander gebloggt und uns kommentiert und uns darüber gefreut, dass der „digitale Filter“ mal nicht da ist. Das man nicht nach jedem Beitrag auf „veröffentlichen“ klicken muss und das man Kommentare nicht abonnieren muss.

Das sind die Veranstaltungsbezogenen Punkte, in deren Hinsicht die Re:publica alle Erwartungen erfüllt hat, die ich vorher an sie gestellt habe. Dank an Johnny und Markus und alle anderen.

Und dann gibt es da noch die ganz individuelle Sichtweise dieser 5 Tage, mein ganz persönliches Erleben dieser Tage in Berlin. Ich habe geredet, gehört, gelacht, gelernt, gewitzelt, gegessen, getrunken, gelästert, gestaunt, gebloggt, gestanden, gesessen, gelesen, geschwätzt, geschlafen (wenig), geklickt, genossen und vieles mehr. Kurz: ich hab gelebt. Und ich hatte derbe Spaß dabei.

Jetzt hab ich noch kein Wort über den Frosch und die Rückfahrt geschrieben – mach ich morgen – oder so.

sag auch was dazu: