Kräck – PlaneGlas

Hätte ich mir denken können, dass es nicht so klappt, wie ich gerne hätte. Eigentlich hätte der Flieger um 12:35 starten sollen, aber stattdessen hat man uns bis 13:00 warten lassen, um dann Bescheid zu sagen, dass man wegen eines Steinschlagschadens kurz mal die Frontscheibe austauschen muss. Aber – kein Grund zum Ärgern – das dauert schließlich nur knapp 5 Stunden. Immerhin, man kümmert sich gut um uns. Für die 4 Stunden bekommt jeder von uns ein Zimmer im Sheraton und zwischendurch gibt es auch etwas zu essen – wenn auch von sehr mässiger Qualität.

Ich muss natürlich gleich an den Nerver aus dem Radio denken, der so unvergleichlich „Kräck“ sagt, sobald er von seinen Kunden erzählt, die zwar immer zu spät kommen, aber sich angeblich trotzdem freuen, wenn er ihnen erzählt, das man keinen Termin braucht und die Vollkasko alles zahlt.

Naja – dem Piloten jetzt noch zu erzählen, wo er seine Scheiß-Scheibe schneller und billiger hätte repariert bekommen, macht ja auch keinen Sinn.

 

Mit dem Sitzplatz hatte ich mehr Glück als gedacht: 3te Reihe von hinten, Fensterplatz. Da sind nur noch zwei Sitze nebeneinander, so dass ich etwas mehr Platz habe. Kurz vorm Boarding hab ich damit gerechnet, das mein Nebenmann diesen Platz sicher ausgewähl hat, damit er seinen chronischen Durchfall in Nähe der Toiletten ausleben kann. Stattdessen zeigte sich aber, dass der Mensch mit dem schlimmsten Mundgeruch der Welt neben mir sitzen wollte. Meinen Plan, einfach mal bis Singapore die Luft anzuhalten, musste ich dann glücklicherweise nicht in die Tat umsetzen: das Flugzeug war nicht ganz ausgebucht, so dass er vor meinem hochroten Kopf reisaus nahm und sich woanders hinsetzte. Ergo hatte ich zwei Plätze für mich alleine, was im endeffekt aber leider dazu führte, dass ich eine recht unorthodoxe Schlafposition wählte und daher jetzt höllische Rückenschmerzen habe.

 

Nun liegt der indische Ozean unter mir, Singapore 1:20 vor mir und mein Weiterflug nach Bali sollte in 10 Minuten starten – ohne mich.

Mal sehen, ob und wie ich dann später von Singapore aus weiterkomme – sonst bleib ich eben da – gibt’s sicher auch was zu sehen.

Und jetzt soll bitte schleunigst eine dieser bezaubernden Stewardessen mit einem Frühstück zu mir kommen – nach 4 lausigen Stunden Schlaf im Sitzen hätte ich mir das verdient.

 

Singapore

nun hab ich es doch noch geschafft. Allerdings ist, wie befürchtet, der Anschlußflug weg. So einen richtig guten Schnitt hat Singapore Airlines nicht mit mir gemacht. Erst 5 Stunden Verzögerung in FFM, in denen sie für mich und alle anderen Passagiere ein Zimmer im Sheraton am Flughafen und ein Essen klar gemacht haben, und nun statt drei Stunden Aufenthalt am Flughafen satte 6 Stunden, für die man uns abermals ein Zimmer zur Verfügung stellt – mit Mittagessen. Allerdings ist das Hotel diesmal nicht in direkter Fluighafennähe wie in FFM, sondern 25 Autominuten vom Flughafen weg. Taxi zahlt natürlich Singapore Airlines. Also rasch unter die Dusche, schnell einen Teller Reis inhalieren und dann die Nachbarschaft erkunden. Alle anderen Mitflieger vergnügen sich derweil mit Carlsberg in der Lobby. Da schaue ich mir doch lieber die paar Quadratmeter Singapore an, die man schnell mal erlaufen kann.

Und los.

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