Ich bin der Gast


Singapore war in jedem Fall klasse – für jemanden wie mich, der Asien bisher nur in Chinesischen-, Vietnamesischen- Thailändischen- oder japanischen Restaurants kennt, in jedem Falle ein Kulturschock. Auf den ersten Blick wirkt Singapore sehr amerikanisch – alles ist sehr großzügig dimensioniert. Allerdings ist es um einiges grüner als die Teile von Amiland, die ich kenne. Glücklicherweise hab i9ch rechtzeitig festgestellt, das ich mich beim Umstellen der Uhr um eine Stunde vertan habe, so dass ich den 19:00 Uhr Flug nach Bali doch bekommen habe. Visum, Zoll und Koffer finden lief wie am Schnürrchen. Und eines der ersten Schilder, das ich zwischen 100 anderen entdecke, trägt meinen Namen. Kumu(?), der Fahrer, legt es auf Smalltalk an, aber ich bin etwas müde. Statt „Where do you come from“ lasse ich mich zu einer Autovermietung fahren, und besorge mir eine Vespa – für umgerechnet 15 Euro incl. Versicherung. Sicher nicht „Bali best price“, aber für 9 Tage Vespa schon okay.

Völlig fertig komme ich dann um 23:00 in Dewani Villa an, dem geschenkten Gaul, dem man auch ruhig ins Maul sehen darf. Rund 10 Doppelzimmer hat die kleine aber feine Unterkunft. Mein Koffer kommt unbemerkt ins Zimmer – ich habe nicht mal Gelegenheit, dem dienstbaren Geist ein Scheinchen in die Hand zu drücken.

Mit großem 2-Bett Schlafzimmer, sauberem, großzügigen Bad und Außendusche bietet es alles was ich brauche – incl. ausreichend Steckdosen – und jede Menge zusätzlichen Platz.

Man zeigt mir kurz alles und läßt mich mit meiner Übermüdung allein.

 

Am nächsten Morgen entdecke ich, dass ich mir mein Doppelzimmer mit mindestens zwei Eidechsen geteilt habe, die mich allerdings ebenso in Ruhe gelassen haben wie ich sie. Beim Frühstück werde ich von den ausgesprochen angenehm freundlichen (also nicht diese aufgesetzte Touristen-Rezeptions-Freundlichkeit) Angestellten bestens bewirtet. Ich bekomme ein Frühstück nach Wunsch und erfahre, das ich derzeit der einzige Gast bin. Ich freue mich, hole mein Handtuch von der reservierten Liege (nicht wirklich) und setze mich auf die vespa.

Zeig dich Bali.

Brumm Brumm. Linksverkehr war kurzfristig gewöhnungsbedürftig, funktioniert jetzt aber bestens. Gut, Rechts abbiegen ist eine Herausforderung, aber man wächst an seinen Aufgaben – und vor allem hab ich es ja nicht eilig. Recht wenig Straßen gibt es hier, dummerweise sehen die paar aber alle gleich aus. Nach mindestens einer Ehrenrunde schließlich den Indischen Ozean gefunden – für so ein mächtig großes Meer ganz schön gut versteckt. Nach dem ersten Sprung in den Indischen Ozean musste ich Feststellen, das die vorher gehörten Warnungen wegen der Strömung durchaus berechtigt sind – das Meer drückt und zieht mächtig kräftig. Am Strand kam dann die Erinnerung, warum ich Strandurlaube nicht unbedingt prickelnd finde: Sand. Massen von Sand. In der Hose, in den Ohren, in den Taschen. Ist aber auch mächtig windig heute. Also kurz mal zurück ins Hotel und den Sand abspülen – erwartungsgemäß sind alle Liegen am Pool frei.

Dann aber wieder los und beim ersten „Free Internet Hotspot“ Schild zum Mittagessen einkehren. Leider funktioniert das WLAN im Lazumba nicht so recht. Das Passwort – „6666664444“ für alle die es interessiert – wird noch akzeptiert, aber dann geht es nicht mehr weiter.

4 Frühlingsrollen und 2 frisch gepresste O-Säfte später klappt es dann doch. Mal schauen, ob auch der Bilderupload zu Ipernity klappt. Falls ja, gibt es HIER gleich ein paar erste Bilder für Familie, Freunde, Leser und vor allem für Frank, der nach dieser Widmung hoffentlich keinen Grund mehr hat sich zu beschweren.

4 Kommentare zu “Ich bin der Gast”

  1. Maxmara

    Schön, schön; nur weiter so.

  2. Volker

    Hallo Peter. Wenn ich das Richtig verstanden habe erholst du Dich mal ganz Alleine. Wünsch ich dir nen schönen Urlaub und lass Dich nicht ärgern. Ich meld mich wenn du wieder da bist…..

  3. Max

    Also ich finde Sand klasse!

  4. peter

    Ich finde Sand auch klasse – aber nicht überall.

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