25 US$ Eintritt


das finde ich schon etwas komisch: Jeder, der auf Bali (wahrscheinlich auch sonst irgendwo in Indonesien) ankommt, zahlt erstmal 25 US $ Eintritt. Wie in einem Freizeitpark, wo ab diesem Moment alles kostenlos ist. Das ist auf Bali zwar nicht so, aber dafür ist hier sehr vieles sehr preiswert.

Warum machen wir das bei uns nicht auch so. Also nicht, dass alles viel preiswerter ist (wäre auch schön, aber nicht realistisch), sondern das Deutschland auch Eintritt kostet. Bei den Heerscharen von Japanern, Holländern und sonstigen Völkern, die uns heimsuchen, wäre das sicher ein gutes Geschäft. Oder man verlangt gleich für ganz Europa Eintritt – das wäre Grenztechnisch einfacher zu bewerkstelligen. Falls also jemand aus Berlin mit liest, soll er diesen Vorschlag doch mal bitte weiterreichen – ich will für die Idee auch kaum Prozente.

Wer hätte gedacht, dass man auf Bali ganz großartiges Sushi bekommt? Wahrscheinlich jeder, der das „Fresh Sushi“ in Kuta kennt (so ganz sicher, ob das noch/schon Kuta ist, bin ich mir allerdings nicht). Und jeder, der 1und1 zusammenzählen kann. Denn man ist hier ja eine ganze Ecke näher an Japan dran als wir es in FFM sind, und der Fisch scheint mir daher eine ganze Ecke frischer zu sein. Wie dem auch sei – das sushi war großartig. 1x Miso Soup, 2x Ebi, 1x Avocadomakki, 1x Tekamakki, 1x Hichimi (kann auch anders heißen, aber es war Yellow Tail Tuna) und 2x Tamago. Dazu Literweise Grünen Tee und als Appetizer lustige Schotten zum auslutschen. Und jetzt kommts: das ganze für umgerechnet 8,70€.

Vorher noch schnell den Sonnenuntergang am Strand ansehen wollen, aber leider etwas zu spät gewesen – wird ziemlich schnell dunkel hier. Scheinbar hatte noch jemand die Idee, sich heute mal den Sonnenuntergang am Strand anzusehen. Und ich glaube, der Sack hat das auch noch weitererzählt. Auf jeden Fall war der Strand, an dem ich heute früh noch recht alleine war, heute Abend rappelvoll.

Aber die Leute hier … der Hammer. Kaum setzte ich mich an den Strand, dreht sich die Indonesierin vor mir um und grüßt mich freundlich, als ob wir uns kennen würden. Naja, sie sah ein paar der Singapore Airlines Stewardessen vom Hinflug ziemlich ähnlich, aber irgendwie glaube ich nicht, das sie es war. Ihr Sohn, geschätzte drei Jahre alt, zeigt mit stolz einen winzigen Fisch, den er (oder sein Papa) gefangen hatte und schon wurde ich gefragt, wo ich herkomme (und die anderen üblichen belanglosen Fragen, die man in jedem Turistenort von jedem Keller/Taxifahrer/Souvenirhändler gefragt wird. Aber hier fragen dich auch Menschen, die einem nichts verkaufen möchten – das ist der Unterschied. (Und damit meine ich nicht die beiden Touristinen aus Jakata, die ein Foto mit mir haben wollten.)

Wobei, auch hier ist man Touristen gegenüber mächtig penetrant, wenn es ums Verkaufen geht. Zum einen am (ansonsten eigentlich leeren) Strand, wo ich innerhalb einer halben Stunde Uhren, Kappen, Sarongs, eine Massage oder Maniküre hätte bekommen können. Zum anderen auf der Straße, wo jedes Taxi (das man hier gerne auch mit Taksi beschriftet) bei jedem potenziellen Touristen hupt. Selbst wenn vier Taxen dicht hintereinander fahren und eigentlich die Fahrer des zweiten, dritten und vierten Wagens gesehen haben müssten, dass man schon beim ersten abgewunken hat – sie hupen trotzdem.

Ansonsten – die interessantesten Entdeckungen des ersten Tages: man kann alles auf dem Kopf tragen, Zwiscehn zwei Häuser passt fast immer noch ein Reisfeld, Motoräder können per Abschleppseil gezogen werden, Eidechsen an der Decke eines Restaurants sind durchaus unterhaltsam und auf Bierdosen klebt ein Hologram-Siegel. Mehr wundersames aus Bali in kürze.

2 Kommentare zu “25 US$ Eintritt”

  1. frater aloisius

    Deine Erlebnisse lesen sich richtig klasse! Mehr davon!

    (die DDR hat doch, glaube ich, auch Eintritt gekostet: Täglicher Zwangsumtausch in Ostmark!)

  2. Blogwinkel » Blog Archive » Gefehlt

    [...] wenn ich mich über die hupenden Taxis auf Bali aufgeregt habe, sie sind nicht halb so schlimm wie der deutsche Taxifahrer, der uns heute mitten in der Nacht [...]

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