ebmontag Frankfurt

so ist das eben, wenn man zu spät kommt: Man verpasst den Anfang.
In diesem Falle die Mikroformate Präsentation von Bardo Nelgen. Den Schlusssatz hab ich mitbekommen, den Applaus auch – scheint eine unterhaltsame Präsentation gewesen zu sein.

Aber es geht ja nix verloren – neben mir blog Freund Wanhoff fließig – den Anfang kann man also ein paar Blogs weiter lesen.

Nun ist Martin Kliehm (Learning the World) dran mit seinem Vortrag über Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 – und den kann ich von Anfang an hören.

Worum es geht wird schnell klar – Web-Standards, hauptsächlich in Hinsicht auf Barrierefreiheit. Und da gibt es jede Menge zu bedenken: Von visuellen Aspekten wie Farbenblindheit bis hin zu motorischen Aspekten. Und von all den guten Gründen für Web-Standards erzählt Martin so greifbar und beispielhaft, das man schnell versteht, warum Barrierefreiheit wichtig ist.
Dann geht es um die Unterschiede zwischen WCAG 1.0 und 2.0. Und es scheint, als würde die 2.0 Version nicht nur Vorteile mit sich bringt. Es hagelt Beispiele, die allesamt einleuchten. Über Baseline-Technologien, die man selbst bestimmen darf. Über Confirmation Claims, die man veröffentlichen muß. Und, in meinen Augen einer der schönsten Kritikpunkte an der neuen 2.0 Version, über „Seitenelemente, die blinken dürfen, aber nicht blitzen“.
Dann was zu Podcasts: Sie müssen nicht Untertitelt werden – der Dialog soll aber 20 Dezibel lauter sein als Hintergrundgeräusche. Aha. Nicht untertiteln – werden wir machen. Aber das mit den 20 Dezibel…. mal sehen.
Viele interessante Punkte was WCAG 2.0 angeht, die Martin erläutert – danke dafür. Applaus.

Die Stille im Raum wird greifbar – Gerrit van Aaken betritt die Bühne, der bloggende, podcastende Typopapst von nebenan widmet sich heute dem Thema „Webdesign-Trends 2006 – Farben, Formen, Schriften, what’s hot, what’s not?“ und der Untertitel „10 Minuten kommentierter Bilderrausch“ schraubt die Erwartungen noch höher. Klingt aber auch als würde in den nächsten 10 Minuten weniger getippt und mehr geschaut. Ich spar jetzt mal akku und pass auf.

Gelohnt hat sich’s. Sprühende Unterhaltung über Webdesign, aber leider etwas kürzer als 10 Minuten. Einer der wenigen Vorträge der zu schnell vorbei war.

Aber weiter geht’s mit Lukas Rosenstock und seiner Präsentation über Dezentrale (URL-basierte) SingleSignOn-Systeme. Hä?
Es geht darum, das man keinen Bock darauf hat, sich auf jeder Webseite zu registrieren. Daten eingeben, Loginname , Passwort, der ganze Mist eben –nur für ein Kommentar, einen Download oder eine Info.
Dann doch lieber via http Adresse anmelden – mit YADIS (yet another digial (?) Distributed Identity system). Das OpenId System nutzt eine Webadresse als Loginname und Passwort. Will sich der Nutzer jetzt auf einer neuen Seite anmelden, wird die Übertragung der Daten von der eigenen OpenID übernommen.
Sehr interessante Sache – sollte man im Auge behalten. Schöner Vortrag.

Der Rest des ebmontages lief wie gewohnt ab: kuscheln bei schummriger Beleuchtung. Guter Montag wieder – wenn er für mich auch etwas später anfing.

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